• Praxis für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie
    Prof. Dr. med. Sven Schinner • 53113 Bonn • Bonner Talweg 61

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus

Der Diabetes mellitus – auch vereinfacht „Zuckerkrankheit“ genannt - kommt heutzutage sehr häufig vor, insbesondere der sogenannte Typ 2 (früher „Alterdiabetes“). Fast jeder zehnte Deutsche bekommt im Laufe seines Lebens die Diagnose „Diabetes“.

Häufig haben die Patienten – vor allem am Anfang der Erkrankung – keine besonderen Symptome. Mit Fortschreiten der Erkrankung können dann bei immer weiter steigenden Blutzuckerspiegeln aber auch direkte Symptome auftreten: Solche typischen Symptome sind unter anderem eine allgemeine Schwäche, ständiger Durst und häufiger Harndrang.

Von mindestens genauso großer Bedeutung ist aber, dass der Diabetes mellitus auch ohne solche Symptome Langzeitfolgen haben kann: Diese betreffen Gefäße und Nerven. Ohne eine optimale Therapie steigt das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine erheblich, Zudem können nach Jahren Schädigungen an den Augen, Nieren und Nerven auftreten.

Eine frühzeitige und optimale Therapie ist deshalb unbedingt nötig, um dies zu verhindern.

Es gibt zwei Arten von Diabetes: Typ 1 und Typ 2. Beim Diabetes Typ 1 kann die Bauchspeicheldrüse kein Insulin produzieren. Folge: absoluter Insulinmangel. Die Autoimmunerkrankung tritt meist schon im Kindesalter auf. Beim viel häufigeren Typ 2 kann die Bauchspeicheldrüse zwar Insulin herstellen, aber nicht mehr in der erforderlichen Menge. Außerdem ist der Körper nicht in der Lage, das Insulin richtig zu verwerten. Folge: relativer Insulinmangel.

Es gibt heute viele Medikamente, um den Diabetes zu behandeln – sowohl bewährte als auch neue. Welches Medikament für wen infrage kommt, muss individuell entschieden werden. Der Trend bei der Therapie des Diabetes geht daher in Richtung individualisierte Therapie. In unserer Praxis schauen wir genau, welche Begleiterkrankungen, Wünsche und Ansprüche ein Patient hat. Und um wieviel die Zuckerwerte gesenkt werden sollen. Wichtig ist, auch andere Faktoren mit im Blick zu haben, die für den Patienten wichtig sind (zum Beispiel den Blutdruck und Blutfette).

Die Zielwerte sollten – im Durchschnitt - zwischen 6,5 und 7,5 HbA 1c-Wert liegen. Der Zielwert hängt u.a. von den Vorerkrankungen des Patienten ab. Das HbA1c ist eine Unterform des Hämoglobins von Erwachsenen (HbA). HbA1c-Werte werden verwendet, um den durchschnittlichen Zuckergehalt der letzten ca. 3 Monate im Blut von Diabetikern zu ermitteln.

Stichwort Insulin
Ursache für Diabetes ist ein Mangel an Insulin oder eine verminderte Wirkung von Insulin an den Zellen. Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet und in den Blutkreislauf abgegeben wird. Es ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. So wirkt es: Über die Nahrung wird Traubenzucker (Glukose) aufgenommen, der über die Darmwand ins Blut und so zu den Körperzellen gelangt. Das ist wichtig, um den Zellen Energie zu liefern. Glukose kann jedoch nur mit Hilfe von Insulin in die Körperzellen eindringen. Vergleichbar mit einem Schlüssel schließt Insulin die Zellen für Glukose auf. Fehlt Insulin oder reagieren die Körperzellen nicht mehr richtig auf Insulin, sammelt sich Glukose im Blut. Dies können wir dann als erhöhten Blutzuckerwert messen.
Der Körper kann auch selbst Glukose in den Blutkreislauf abgeben. Das ist nötig, um gleichmäßige Blutzuckerspiegel auch ohne permanente Nahrungsaufnahme herzustellen. Diese Funktion übernimmt in großen Teilen die Leber. Auch die Freisetzung von Glukose aus der Leber wird durch das Insulin reguliert. Deshalb haben Diabetiker oft auch erhöhte morgendliche Nüchtern-Blutzuckerwerte.

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