• Praxis für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie
    Prof. Dr. med. Sven Schinner • 53113 Bonn • Bonner Talweg 61
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Schilddrüsenerkrankungen

Schilddrüse

In unserer Bonner Privatpraxis können wir das ganze Spektrum der unterschiedlichen Erkrankungen der Schilddrüse diagnostizieren und behandeln. Hierzu zählen unter anderem Schilddrüsenknoten, eine Überfunktion der Schilddrüse (z.B. „Basedow Erkrankung“, „heiße Knoten“) und eine Unterfunktion der Schilddrüse („Hashimoto-Erkrankung“). Für die Nachsorge nach Schilddrüsenkrebs sowie Entzündungen der Schilddrüse ist Prof. Dr. Schinner ebenfalls der richtige Ansprechpartner.

Häufig werden Veränderungen der Schilddrüse als Zufallsbefund entdeckt.

Schilddrüsenerkrankungen rufen manchmal aber auch starke Beschwerden hervor. Diese können - je nachdem welche Schilddrüsenerkrankung zugrunde liegt - sehr unterschiedlich sein. Herzrasen, Schwitzen, Nervosität, Durchfall oder Gewichtsabnahme sind ebenso möglich wie zunehmende Müdigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme und Kälteempfindlichkeit.

Die Funktion der Schilddrüse lässt sich in Laboruntersuchungen aus dem Blut erfassen. Hierbei können auch spezielle Untersuchungen erfolgen, um zum Beispiel Hinweisen für Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse nachzugehen (Bestimmung sogenannter Schilddrüsen-spezifischer Antikörper) oder Tumormarker zu bestimmen.

Für eine genauere Untersuchung der Schilddrüse ist weiterhin eine genaue und fundierte Schilddrüsensonographie – eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse – notwendig.

Die meisten Schilddrüsenknoten sind gutartig. Manchmal ist aber eine genauere Klärung nötig.

Zur Abklärung auffälliger Befunde kann sich eine Feinnadelpunktion als diagnostisches Verfahren anschließen. Hierbei werden Zellen der Schilddrüse entnommen und anschließend unter dem Mikroskop untersucht.

All diese Untersuchungen werden in unserer Praxis durchgeführt.

Verschiedene Therapiestrategien stehen zur Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse zur Verfügung. Selbstverständlich beraten wir Sie ausführlich und legen gemeinsam mit Ihnen fest, welche Therapieformen in Ihrem Fall sinnvoll sind.

Ein Überblick über die häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse:

Vergrößerung (Struma)
Eine Vergrößerung der Schilddrüse wird auch als „Kropf“ oder „Struma“ bezeichnet. Im Rahmen der Vergrößerung können Knoten auftreten. Man unterscheidet heiße und kalte Knoten. Die heißen Knoten nehmen mehr Jod auf als das umliegende Schilddrüsengewebe, kalte Knoten weniger. Heiße Knoten sind fast immer gutartig. Kalte Knoten sind zwar in den meisten Fällen auch gutartig, aber sie können auch bösartig sein und werden deshalb genauer abgeklärt. Hier spielen die fundierte Sonographie und gegebenenfalls die Feinnadelpunktion eine große Rolle.

Überfunktion
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion produziert der Körper zu viele Schilddrüsenhormone. Das ist gefährlich, weil der Körper pausenlos „auf Hochtouren läuft“. Die Symptome können schneller Herzschlag, Schwitzen, Schlafstörungen und Nervosität sein. Es können auch Herzrhythmusstörungen und Osteoporose resultieren.
Ursächlich für eine Überfunktion sind häufig „heiße“ Knoten (sogenannte autonome Adenome) oder die Basedow-Erkrankung. Bei letzterer kann es auch zu Symptomen am Auge kommen (Tränen, Lichtscheu, Hervorstehen des Augapfels, Doppelbilder).
Therapeutisch werden Medikamente eingesetzt, die die Bildung von Schilddrüsenhormonen hemmen. Mittelfristig wird man auch die Optionen einer Radiojodtherapie oder eine Operation besprechen.

Morbus Basedow
Die Basedowsche Krankheit, auch Morbus Basedow genannt, ist eine Autoimmunerkrankung. Bei ihr bildet der Körper bestimmte Antikörper, die zu einer starken und unkontrollierten Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen führen. Die Folge ist eine Schilddrüsenüberfunktion, die mit starken Beschwerden einhergehen kann.
Dieselben Antikörper können auch mit Strukturen des Augapfels reagieren und dort Symptome verursachen.
Der Name der Erkrankung leitet sich von dem Merseburger Arzt Carl von Basedow her, der die Schilddrüsenstörung und ihre wichtigsten Symptome 1840 erstmals beschrieben hat.
Erfreulicherweise kommt es bei der Basedow Erkrankung auch bei circa der Hälfte der Patienten nach 6-12 Monaten zu einem Verschwinden der Hyperthyreose. Es ist deshalb unbedingt wichtig, diese Patienten zu identifizieren, da sie anderenfalls unnötigerweise mit Operation oder mit Radiojodtherapie behandelt würden.
Selten tritt eine Überfunktion durch eine andere Form der Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis de Quervain) oder in der Anfangsphase einer Hashimoto-Thyreoiditis auf.
Um die richtige Therapieform zu finden, ist es unabdingbar, die richtige Ursache für die Überfunktion festzustellen.

Unterfunktion
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion werden in der Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet. Dieser Mangel führt zu einer Verlangsamung der Körperfunktionen, der gesamte Stoffwechsel läuft auf „Sparflamme“. Der Patient ist müde, der Puls zum Teil niedrig. Typisch sind auch Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten, manchmal auch Gewichtszunahme.
Die häufigste Ursache hierfür ist eine weitere Autoimmunerkrankung, nämlich die Hashimoto Erkrankung

Hashimoto-Thyreoiditis
Thyreoiditis bedeutet „Entzündung der Schilddrüse“.
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis kommt es zu einer Entzündung der Schilddrüse, die durch Antikörper hervorgerufen wird. Es handelt sich um eine Autoimmunkrankheit. Die körpereigene Abwehr ist „fehlgeleitet“ und richtet sich gegen Strukturen des eigenen Körpers – in diesem Fall gegen die Schilddrüse.
Der wichtigste Schritt ist, die Diagnose überhaupt zu stellen, um dann die Therapie einzuleiten: Den Ersatz des Schilddrüsenhormons durch Tabletten. Wichtig ist es hierbei, das richtige Maß zu finden. Das spielt eine besonders große Rolle bei Schwangerschaft und Stillzeit.

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